Tarot

Das Tarot als wichtiges Medium der Wahrsagerei

Die insgesamt 78 Karten des Tarot sind zu den bekanntesten Medien des Kartendeutens geworden. Was jedoch nur wenige wissen ist, dass der Kartensatz bis Ende des 18. Jahrhunderts noch für aktuelles Kartenspielen benutzt wurde. Erst danach wurde das Tarot ausschließlich für Wahrsagerei herangezogen. In vielen Gegenden Europas findet man allerdings noch heute verschiedene Arten von „Tarock“-Sätzen, die zum Zeitvertreib gespielt werden. Deren Symbole haben aber mit dem für’s Kartenlegen verwendeten Tarot nur noch sehr wenig gemein.

1533687Die lange Geschichte des Tarot

Laut des französischen Okkultisten Papus (1865 – 1916) soll das Tarot im antiken ägypten entstanden sein. Allerdings gibt es keine Beweise für diese Annahme. Sicher ist hingegen, dass Spielkarten im Allgemeinen bereits seit dem 14. Jahrhundert in Europa bekannt waren. Es wird vermutet, dass sie von China über die islamische Welt letztendlich dort eintrafen. Das Tarot als Wahrsageinstrument fand jedoch erst im Jahr 1781 schriftliche Erwähnung. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde es sodann zu einem wichtigen Instrument okkultistisch-esoterischer Gesellschaften. Engelskarten

 

Das moderne Tarot

Es gibt keine vereinheitlichten Tarot-Decks. Die Symbole können sich von Satz zu Satz mitunter erheblich voneinander unterscheiden. Gemeinsam ist den Sätzen aber, dass sie insgesamt 78 Karten umfassen. Diese werden wiederum in das kleine Arkanum mit 56 Karten und das große Arkanum (22 Karten) unterteilt. Die heutzutage gebräuchlichsten Decks sind das Crowley, Rider-Waite- und das Marseille-Tarot.

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Das Legen des Tarot

Es gibt eine schier unermessliche Anzahl verschiedener Legesysteme für das Tarot. Wichtig dabei ist nicht, welches System der Deuter benutzt, sondern dass er sich eines auswählt, das zur Fragestellung passt. Hierin liegt denn auch die Kunst des Deuters. Im Endeffekt soll er nämlich die aufgelegten Karten entsprechend ihrer Position zueinander interpretieren (wobei die Kartensymbole je nach Fragestellung auch wiederum andere Bedeutungen haben können) und damit Aufschluss über die vergangene, gegenwärtige und auch zukünftige Situation des Fragestellers zu erhalten.